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Interviews

Interview mit Nudelsuppe

Die Rolle des Interviewten ist für mich noch relativ ungewohnt und neu – wenn man ganz frühe Erlebnisse in Hannover vergisst (ich fühle mich gerade ziemlich alt). Nach dem Gewinn des Preises 1984 des Hannoverschen Künstlervereins, ich war noch jung und hübsch und brauchte das Geld (1.000,– DM!), folgte ein ziemlich peinlicher Artikel in der Neuen Presse, danach ein seltsames Radiointerview im NDR Funkhaus (was war ich stolz, ich bekam sogar schulfrei), und danach ein denkwürdiges Interview mit dem Göttinger Bibliotheksverein (gibt es den heute noch?).
Sie kamen zu zweit, einer baute Mikrofon und Tonband auf, der andere fotografierte. Letzterer stellte nach ca. 120 Aufnahmen, bei denen er wir ein Känguru durch das Café hüpfte, am Ende des Interview fest, dass er vergessen hatte, den Objektivschutz seiner Kamera zu entfernen. Das Ergebnis der dreistündigen Session war kein Foto, dafür ein wortgenau transkribiertes Interview mit sämtlichen Ahs, Ähs und Ohs, das als Einladung für eine Lesung in der niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover warb. Um es kurz zu machen: es kamen vier Leute, einer vom Bibliotheksverein, zwei Bekannte und einer von der Presse, der eigentlich Musikredakteur war und zwangsweise auf die Lesung geschickt wurde. Der machte ebenfalls ein kurzes Interview mit mir und brachte den damals ersten richtig guten Artikel über mich in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Nun gut, ich schweife ab. Denn eigentlich wollte ich nur darauf hinweisen, dass es auf den Seiten von
Literaturreport ein brandneues Interview mit mir gibt, das Daniel Biester geführt hat. Aber bitte lest selbst.
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Sechs Fragen an Silke Porath

silke

Hallo Silke, „Der Bär auf meinem Bauch“ ist auch ein Buch über das Sammeln von Wörtern und über das Schreiben.
Hast du selbst Wörter gesammelt?


Nein, oder jain. Ich habe Wörter im Kopf gesammelt, wie die Protagonistin aufgeschrieben habe ich sie nicht. Aber es gab und gibt immer wieder Worte, die ich sammeln möchte wie einen Schatz. Im Moment baue ich, wenn man das so sagen kann, meine schwäbische Wortsammlung weiter aus. Mein wertvollstes Wort ist derzeit "Gluzger". Das bedeutet genau das, wonach es klingt: Schluckauf.

Es ist dein erstes veröffentlichtes Buch, und jedes erste veröffentlichte Buch hat eine besondere Geschichte. Was ist die Geschichte von „Der Bär auf meinem Bauch“?

Im Prinzip war das Schreiben ein Kampf gegen mich selbst. Ich hatte vor "Der Bär auf meinem Bauch" schon einige Kurzgeschichten veröffentlicht und wollte wissen, ob ich auch etwas „längeres“ schreiben kann. Da hab ich in einer Frauenzeitschrift einen Literaturwettbewerb entdeckt. Den dortigen Einsendeschluss hatte ich mir über den Schreibtisch geklebt und gesagt: bis dahin musst du 100 Seiten schaffen. Der innere Druck war gut, sonst wäre niemals etwas anderes entstanden als eine Kurzgeschichte. Einen Teil der 100 Seiten hatte ich meiner Kollegin Ulrike Linnenbrink bei den 42erAutoren gegeben, nachdem sie mich fragte, was ich so aktuell mache. Ich war damals etwa 2 Monate bei den 42ern und hatte keine Ahnung, dass es wirklich so etwas wie ein Netzwerk gibt – aber ein paar Wochen, nachdem Ulrike die Auszüge bekommen hatte, rief mich die Verlegerin an. Sie habe mein Manuskript von Frau Linnenbrink bekommen und wolle mir einen Vertrag schicken ... Ich habe vier Wochen gebraucht um zu begreifen, dass das kein Scherz war!

Dein zweiter Roman, "Gottes Weber", gehört in das Genre „historische Literatur“. Was war der Impuls dafür, ins Genre zu wechseln, was hat dich daran gereizt, einen historischen Roman zu schreiben?

Zu diesem Thema über einen katholischen Heiligen kam ich (übrigens evangelisch) wie die Jungfrau zum Kinde. Ich habe mit einem befreundeten Grafiker einen Bildband über das hiesige Kloster der Claretiner gemacht. Bei der Recherche zu den Texten bin ich über die Lebensgeschichte des Ordensgründers gestolpert. Das war eine dünne Broschüre, aber die wenigen Daten haben mich fasziniert. Ich habe einige Wochen überlegt, ehe ich mich traute, die Claretiner zu fragen, ob ich einen Roman über Antonio Claret schreiben darf. Ich durfte – und bin überrascht bis heute von dem Vertrauen, das die Claretiner mir entgegen gebracht haben. Und von der Unterstützung, die ich bekommen habe bei meinen Recherchen.

Wie gehst du mit dem Abschied von Büchern, den Charakteren, dieser eigenen erschaffenen Welt um? Ist der möglich, oder denkst du über Fortsetzungen nach? Was sind deine nächsten Projekte?

Du schreibst selbst und auch deinen Büchern merkt man an, dass du eine sehr enge Beziehung zu deinen Figuren hast. Beim Schreiben des Romans „Gottes Weber“ habe ich mich immer wieder mit der kleinen Claret-Figur unterhalten, die auf meinem Schreibtisch steht. Mein Mann hat streckenweise herzhaft gelacht, wenn ich mit meinem Protagonisten geschimpft habe, wenn der mal wieder zickig war und eine Szene nicht gelingen wollte.
Beim Schreiben verliebe ich mich in meine Figuren. Wobei ich die spröden, fiesen Charaktere lieber mag, als die aalglatten. Wenn dann die letzte Zeile getippt ist, kommt ein großes schwarzes Nichts. Ich falle dann in ein Loch. Habe Sehnsucht nach den Charakteren, nach der Umgebung. Das Loslassen ist schwer und macht mich traurig. Allerdings kommt dann ziemlich schnell eine neue Figur und eine neue Geschichte, die mich in ihren Bann ziehen.
Ein Projekt zu beenden und die Druckfreigabe zu erteilen beziehungsweise die erste Lesung zu machen ist aber noch heftiger, als den Schlusspunkt zu setzen. Bei meiner ersten Lesung von „Gottes Weber“, einen Tag nach Erscheinen des Romans, war ich traurig und nervös gleichzeitig. Denn in diesem Moment habe ich meine Geschichte losgelassen und sie ihren Weg zu den Lesern gehen lassen. Ab da hat mir der Roman nicht mehr alleine gehört. Wahrscheinlich fühlt sich so eine Mutter, deren Kinder von zu Hause ausziehen.
Über eine Fortsetzung von „Der Bär auf meinem Bauch“ denke ich seit einigen Wochen nach. Zuerst aber steht ein ganz anderes Thema an – durch einen der wunderbarsten Zufälle habe ich die Macher eines Fantasy-Spiels kennengelernt und darf nun die Geschichte erfinden, die hinter dem Spiel steht. Hätte mir jemand im letzten Jahr gesagt, dass ich vor Begeisterung Herzklopfen kriege, wenn ich an Drachen, Zwerge und Könige denke, ich hätte ihm den Gang zum Psychiater empfohlen ...
Nebenbei recherchiere ich über eine Art Fortsetzung von „Gottes Weber“. Dort wird aber eine Nonne die Hauptrolle spielen, die zur selben Zeit wie der heilige Claret am spanischen Hof im Beraterstab der Königin war. Eine herrlich spröde Figur, mit der ich mich trefflich werde streiten können.
Das dritte Projekt, für das ich derzeit recherchiere, bezieht sich wieder auf die Claretiner. Im spanischen Bürgerkrieg wurden 52 junge Priester des Ordens hingerichtet. Aber für dieses Thema fühle ich mich noch nicht reif genug, nächstes Jahr werde ich mit einigen Patres an die Originalschauplätze reisen.

Wann und wie wurde dir klar, dass du jetzt eine „richtige“ Autorin bist?

Ich bin nur eine Geschichtenerzählerin! Mein Traum war, einmal im Leben an einem Bücherregal vorbeizugehen, in dem ein Buch mit meinem Namen drauf steht. Geschichten erfunden habe ich schon immer. Zum Leidwesen meiner Eltern, die vieles davon als Lügen ausgelegt haben ... Im Ernst: ich empfinde mich eher als Leserin, denn als Autorin. Das Schreiben ist für mich ein Zwang, ich kann nicht anders (und nebenbei bemerkt: ich kann auch nichts anderes!). Aber es ist ein schöner Zwang, denn das Erschaffen anderer Welten ist das wundervollste, was es gibt. Das wird nur übertroffen, wenn ein Leser sagt: Dein Buch hat mir gefallen, ich habe ein paar schöne Stunden beim Lesen gehabt.
Dass ich von den Leuten als Autorin gesehen werde wurde mir letztes Jahr bewusst. Ich habe mit meinen Kindern die Weihnachtskrippen-Ausstellung im Kloster der Claretiner angeschaut. Pater Alois hat mich einem anderen Besucher vorgestellt: „Das ist die Schriftstellerin Silke Porath“. Das kam wie ein Hammerschlag, denn Autoren waren für mich immer Wesen aus einer anderen Welt, von einem anderen Planeten.

Wie sieht denn deine ideale Schreibumgebung aus?

Ruhig. Ich schreibe in meinem Büro zu Hause, am Laptop. Bislang habe ich die Nächte am PC verbracht, aber das ist nicht wirklich gesund, wenn am nächsten Morgen penetrant der Wecker klingelt. Seit mein Sohn in den Kindergarten geht ist meine Schreib-Zeit am Vormittag. Da kann das Telefon bimmeln, wie es will, diese zwei, drei Stunden sind meine. Natürlich muss neben der Tastatur eine Tasse Kaffee stehen und ich mache schöne Musik an. Die Wände sind gepflastert mit Landkarten und dem Exposé des aktuellen Projektes. Im Moment hängt hinter mir eine große Spanienkarte, auf der ich die Wege der Nonne eingezeichnet habe, an der anderen Wand hängt der Farbausdruck der Fantasykarte, die ich von den Machern zu Weihnachten bekommen habe (worauf ich heftig stolz bin). Und dann stapeln sich auf dem Schreibtisch alle möglichen Bücher – vom obligatorischen Synonym-Lexikon über ein Spanisch-Wörterbuch und natürlich Literatur über Fabelwesen und die spanische Geschichte.
Das Laptop habe ich mir gekauft, weil ich im Sommer auf der Terrasse sitzen und schreiben wollte. Das Laptop ist jetzt fast zwei Jahre alt – und draußen geschrieben habe ich genau ein Mal.

Silke, hab vielen Dank!

Die Fragen stellte Marcel Magis an einem überhitzten Sommertag im August 2006. Die
Kurzrezension zum Buch ist hier zu finden.
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Reise in das Herz der Geschichten

Andreas Altmann ist anders. Da ist ein Mensch, der reist mit seinem Mac durch die ganze Wirklichkeit, um für uns Geschichten und Erlebnisse zu sammeln. Nicht um uns wie Scheherazade, der berühmte Erzählerin der 1001 Nächte, an einem Ort festzuhalten, sondern den Leser in die Welt zu locken. Den ersten Schritt zu machen in das Abenteuer Leben. Er nimmt den Zug durch Indien, besucht heilige und verruchte Orte, sammelt Geschichten und kehrt mit zahllosen Fragmenten zurück: Texte, Erinnerungen, Gespräche, Notizen. Material, aus denen er seine Bücher webt. Wie zum Beispiel die Reise zu Fuß von Paris nach Berlin, ohne Geld.
Andreas Altmann ist jemand, der sich aufmacht um seine Geschichten zu erleben.

Dieser Artikel begann, wie so häufig, durch einen Zufall. Ich stöberte in meiner Lieblingsbuchhandlung, der ich bis auf 100 Bücher meine gesamte Bibliothek überlassen hatte, um danach auf Weltreise zu gehen. So war mein Plan gewesen. Statt dessen fand mich das Buch von Andreas Altmann „Notbremse nicht zu früh ziehen! – Mit dem Zug durch Indien“. Ich nahm es mit auf meine Zugreise nach Berlin, als Buch Nummer 101.

Erst Wochen später sollte mir das Foto auf Seite 8 auffallen, als ich mit einer mehr als schönen Frau, in die ich gerade unglücklich verliebt war, in einer großartigen Bar Mojitos vernichtete und ihr das Buch in die Hand drückte. Sie blätterte interessiert, bis ich ihr das Buch wieder ihren zarten Händen entwand – auf dem Foto war ein iBook zu erkennen. Natürlich nicht nur das iBook, sondern auch Altmann selbst, eine dünne Zigarre im Mund, lächelnd. Manchmal ist es eine Freude, für ein Macmagazin zu arbeiten, denn mir war sofort klar: über diesen Mann musste ich schreiben. Das iBook war der passende Aufhänger für die Geschichte. Ich kaufte Buch Nr. 102, „Einmal rundherum“, machte die üblichen Recherche und verfluchte wieder mein Bankkonto, das nach dem Abend mit der wunderschönen Frau praktisch nicht mehr existierte – und begann zu lesen. Es zog sich hin. Nicht, weil das Buch schlecht wäre, im Gegenteil – in beinahe jedem Absatz fand ich einen mir vertrauten Gedanken und schrie innerlich auf: „Ha, so verrückt wie alle sagen bin ich gar nicht, der ist noch viel verrückter“. Und vor allem verliebte ich mich in seine Sprache. In eine Sprache, die einen wach träumen und miterleben lässt.
Andreas Altmann gehört zu den Menschen, die nicht bloß abbilden, sondern mit ihren Texten die Wirklichkeit neu erfinden.

Die Reise

Bevor das Interview beginnt verdunkeln wir erst langsam den Raum, um ihn mit Bildern zu füllen. Wir sind im Speisewagen eines Zuges, rote, luxuriöse Sitze. Inzwischen haben Zeit und Reisende das Material brüchig gemacht, abgewetzt, mit Spuren beschrieben. Es ist Nacht, die Fensterscheiben sind Spiegel, wir sitzen uns gegenüber und lehnen uns zurück. Ich bin auf der Suche nach einer Geschichte. Die Geschichte des Mannes, der Geschichten findet. Wenn alles gut geht, dann verwandelt sich die Nacht in ein Geschenk. An das Wesentliche im Leben, an die Sehnsucht, Leidenschaft, dem Leben an sich.

Marcel Magis: Etwas ist mir besonders aufgefallen. Eine Art „Denken in Geschichten“, das mir sehr nah an Georg Stefan Troller zu sein scheint. Du lebst in Paris, ist das ein Hinweis, war Troller ein Vorbild für dich?

Andreas Altmann: Troller kenne ich von einem gemeinsamen Abendessen, von dem Mann kann jeder lernen. Vorbild im strengen Sinne war er nicht, da er hauptsächlich für TV arbeitet. Dieses Medium interessiert mich nicht. Mit meiner Entscheidung, in Paris zu leben, hat Troller nichts zu tun.

Marcel Magis: Ich entdecke bei dir eine große Sorgfalt für das einzelne Wort, und einen großen Hunger nach „Welt“, sie zu verstehen, vor allem dich in ihr. Das hat fast einen religiösen Charakter ...

Andreas Altmann: Nein, ich bin nicht religiös, eher auf der Hut vor den Gottsuchern. Man wird den Verdacht nicht los, dass die Besitzer ewiger Wahrheiten beschlossen haben, die Welt auf ewig mit ihren Anmaßungen heimzusuchen. Ich habe einen Freundschaftsvertrag mit der Erde, bin folglich hoffnungslos irdisch. „Das Schicksal des Menschen ist der Mensch“, sagt Brecht. Basta. – Sorgfalt mit Sprache? Das scheint mir das Mindeste für einen, der sich als Liebhaber der deutschen Sprache aufführt. – Und ich schreibe für jene, die ein sinnliches Vergnügen am Sprachelesen haben, an seiner Form. Natürlich muss der Inhalt genauso stimmen, sprich, mich, den Leser, inspirieren, bereichern, anspornen zu einem reicheren Leben.

Marcel Magis: Woher kommt deine Ruhelosigkeit? Sie ist nicht nur Äußeres, sondern auch Inneres. Deine Sprache wirkt oft gehetzt, als bliebe keine Zeit, und es gäbe nur ein weiter, weiter, immer weiter…

Andreas Altmann: Lass mich aus „Notbremse nicht zu früh ziehen“ zitieren, da gibt eine Situation, in der ich erkläre, warum ich leicht gehetzt mein Leben hinter mich bringe: „Die Sekretärin will mich auf die Wartebank ( „waiting bench“ ) schicken. Um nicht zu platzen, erzählte ich ihr in drei Sätzen meine Lebensgeschichte: Dass ich im Uterus meiner Mutter auf die Uhr schaute, sofort über die bereits vergangene Zeit erschrak und mich prompt für eine Sturzgeburt entschied. Dieses Gefühl des Stürzens hätte mich seitdem nicht verlassen, folglich wüsste ich nicht, was ich auf einer Wartebank zu suchen hätte. Die Geschichte – bis auf die Uhr ist sie vollkommen wahr – scheint ihr zu gefallen…“

Marcel Magis: Mein Eindruck ist, dass deine Geschichten manchmal zersplittert wirken.

Andreas Altmann: Nun denn, ich bin ein eher zerrissener Zeitgenosse, also durchaus Kind meiner Zeit.

Marcel Magis: Ist Schreiben für dich anstrengend, oder beflügelt dich die Lust an der gelungen Formulierung? Wann ist für dich der Text, die Geschichte abgeschlossen und „rund“?

Andreas Altmann: Beides, hundsgemein mühselig und natürlich Beflügelung, wenn ich denke, dieser Satz stimmt. – Abgeschlossen ist nie was, jeder Text kann besser geschrieben werden. Ich beende ein Buch nicht, ich lasse es los. Sonst kommt es nie zur Welt, sprich, erreicht nie den Leser.

Marcel Magis: Wann schreibst du, und welche Orte inspirieren dich? Viele Schriftsteller brauchen die Stille, viele bevorzugen ein Hotelzimmer, manche schreiben am liebsten in lauten Cafés, mit Stimmen im Hintergrund.

Andreas Altmann: Ich arbeite wie ein Maurer, ich fange in der Früh an und lege los, ich bin Handwerker, nicht Künstler. Wie ein Pornodarsteller bei „Kamera ab“ eine Erektion produzieren muss, so muss mein Schreiber-Hirn Wörter finden, die das Geld wert sind, die dafür bezahlt werden. – Stille, aber ja, ganz gleich wo. Ich trage sogar einen Gehörschutz, wie Lotsen am Flughafen. Wie ein Taucher versuche ich, in mein ozeanstilles Unbewusstes einzutauchen und mit ein paar schmucken Fundsachen zurückzukommen. – Cafés sind eine der größten Erfindungen der letzten tausend Jahre, dort lese, rauche und schreibe ich: Mails, Tagebuch, Notizen.

Marcel Magis: Manchmal findet man Sätze bei Dir, die sehr poetisch sind. Auf der nächsten Seite dann Sätze, die flappsig sind, umgangssprachlich - als fürchtest du zu viel Nähe.

Andreas Altmann: Na klar fürchte ich Nähe, wer nicht? Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich bisweilen vom Hochdeutsch abweiche und woanders zulange. Einfach aus dem simplen Grund, dass durch diesen Akt die Sprache reicher wird.

Marcel Magis: Ein Thema zieht sich durch deine Bücher: der Ärger über Video/Filme/Fernsehen.

Andreas Altmann: Ärger über Filme? Nicht, dass ich wüsste. Aber Hohnkübel auf das träge Faultier vor der „caja idiota“, der Idiotenkiste, der seinen trägen Body von einer Sofaecke in die andere wälzt. Aber ja, unerschöpflicher Hohn.

Marcel Magis: Deine Biografie ist ebenfalls eine Reise durch verschiedene Berufe, Aufgaben, Lebenskonzepte. Mit dem Egon Erwin Kisch-Preis wurdest du „anerkannt“ – sind die realen Reisen eine Möglichkeit, der Festlegung wieder zu entkommen, frei zu werden?

Andreas Altmann: Ich weiß nicht, ob ich via Egon-Erwin-Kisch-Preis „anerkannt“ wurde. Der Schreiber ist immer so gut wie sein letztes Buch. – Ich habe keine Ideologie, um meine Freude am Reisen zu erklären. Das ist stur sinnlich, ich will auf und davon, abhauen, weg von der Vorhersehbarkeit eines abgekarteten Lebens.

Marcel Magis: Kann man mit dem Schreiben die Wirklichkeit neu erfinden, in dem man den Blick auf die Wirklichkeit verändert?

Andreas Altmann: Ich bin kein Schriftsteller, ich bin nicht Gott, ich erfinde Wirklichkeiten nicht neu. Ich interpretiere sie, ich will, dass der Leser dort hinsieht, wo ich hinsehe. Auch, wenn es wehtut.

Marcel Magis: Erotik und Schreiben – muss man als Schriftsteller ein wenig „manisch erotisch“ sein, verliebt und die Naivität des Verliebtseins kennen, um sinnlich schreiben zu können?

Andreas Altmann: Wäre ich Genie, dann nicht. Aber ich bin keins, also muss ich ein paar Sachen erlebt haben, um darüber berichten zu können.

Marcel Magis: „Zuversicht üben in das augenblickliche Leben“ - so zitierst du Herman Hesse, aber es könnte auch ein Lebensmotto, ein Vorhaben sein. War der Satz für dich auch ein „Motor“, um ohne Geld von Paris nach Berlin zu Fuß zu gehen?

Andreas Altmann: Natürlich muss Zuversicht da sein, aber es gab andere, nicht minder starke „Motoren“: Die Angst ranzig zu werden, deshalb immer wieder etwas zu finden versuchen, was nach vorne peitscht. Und: Geld verdienen müssen, nein, wollen. Und: Ein neues Buch veröffentlichen, die freudige Aussicht darauf. Und: Mich ausprobieren, wissen wollen, ob ich mich nicht übernommen habe.

Marcel Magis: Bist du ein guter Kerl? Oder magst du dich lieber als Halunke sehen, der frech, laut, trickreich ist und für eine gute Story seine Seele verkauft?

Andreas Altmann: Gut beobachtet, ja, eine gewisse Begabung zum Masochismus muss schon da sein, um sich derlei Schindereien aufzuladen. Siehe ein paar Zeilen aus „34 Tage / 33 Nächte“: „Die Entscheidung fiel umso leichter, als ich in der Tradition des jüdisch-christlichen Abendlandes erzogen worden war. „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“, der Satz leuchtete mir auf Anhieb ein. Ich blieb immer das Gegenteil des eleganten, nie verschwitzten Hallodris, ich war immer Arbeiter, Schwitzer, Sünder….“ Ich bin gern beides, bisweilen der feine Kumpel, bisweilen der Typ, der nicht über Leichen geht, aber über Leichtverletzte, das schon.

Weiches Licht streut sich draußen in die Nacht und lässt eine Landschaft leuchten, die von Riesen davongezogen wird. Man bringt uns Tee und frisches Gebäck. Wir trinken schweigend, der Augenblick dehnt sich. Über das eine Thema haben wir noch nicht gesprochen. Es läßt ein Lächeln aufblitzen.

Marcel Magis: Du hast ein iBook auf deinen Reisen dabei. In „Einmal rundherum“ wird der Mac auch im Text genannt, und die Schwierigkeit, eine Steckdose zu finden. Welche Beziehung hast du zu deinem Mac?

Andreas Altmann: Die eines Verliebten. Jeder, der mit einem Mac arbeitet, tut das wohl aus dem innigen Verlangen nach Harmonie. Wenn ich mir die Blechschachteln von Toshiba oder Hewlett Packard anschaue, dann weiß ich wieder, warum ich mit ihnen nicht gesehen werden will. – Ich bin Waage, ich liebe die klaren Formen und Proportionen. Der Mac, der Wohnort Paris, das alles sind Vorlieben eines widerlichen Ästheten. Auch wahr: Einmal wurde mir in der mexikanischen Selva mein Vorgänger-Mac gestohlen. Das ist der Nachteil, wenn man so schön blitzende Dinge durch die Welt befördert.

Marcel Magis: Warum kein Notizbuch?

Andreas Altmann: Weil ich das Geschriebene hinterher lesen kann. Ich konnte meine eigene Handschrift nicht entziffern, das war einer der Gründe, um auf Computer umzustellen. (Manchmal habe ich Freunden gefaxt, was ich gestern notiert hatte. Sie sollten herausfinden, was da stand, ich konnte es nicht.) Da ich nun – ist das eitel? – das absolute Auge für Eleganz habe, blieb gar keine andere Wahl als Steve Jobs Geschenk an die Menschheit.

Marcel Magis: Eine Reise verändert den Blick auf die Heimat – was sind die positiven Eigenschaften der Deutschen, was liebst du hier?

Andreas Altmann: Neugierige Reisende sind neugierige Reisende, ob nun aus Berlin oder Timbuktu. Es ist immer die ungeheure Minderheit. Muss da gleich Liebe ausbrechen? Andrerseits: Die Phase des German Bashing habe ich bereits hinter mir.

Marcel Magis: Magst du Reisenden einen besonderen Rat mit auf den Weg geben?

Andreas Altmann: Stay hungry!

Inzwischen ist es wieder Tag, die Riesen ruhen von ihrer anstrengenden Arbeit aus. Mit einem erschöpften Schnaufen hält der Zug, Andreas Altmann steht auf, verabschiedet sich lässig, geht den Gang hinunter und steigt aus. Verschwindet auf dem Durcheinander am Bahnsteig. Ich bleibe sitzen. Mit einem lauten Klacken schließen sich die Türen, der Zug fährt an, nimmt mich mit. Ich bin wieder allein. Lasse den Tee zurückgehen und bestelle mir einen Mojito. Es tut gut, wieder unterwegs zu sein.

Kai Krause über Douglas Adams

Ein Teegespräch

(erschienen in der Macnewspaper)

Nicht nur eine Vorliebe für Tee, auch einige andere bemerkenswerte Gemeinsamkeiten verbanden Kai Krause und Douglas Adams. Eine Freundschaft und ein gemeinsames Entdecken von Dingen, die „cool“ sind. Ich kann mir jedenfalls sehr gut lange, nächtliche Gespräche zwischen den beiden Menschen vorstellen, die das Universum neu erfinden indem sie auf der kleinen Murmel Erde fantastische Geheimnisse entdecken. Es ist eine Freundschaft gewesen, die eher still und ruhig war – die großen gemeinsamen Projekte sollten erst gemacht werden. Es tut weh, wenn man daran denkt, was an Humor und großer Imagination mit Douglas Adams verloren ging. Und als DNA starb war es auch tatsächlich Kai Krause, von dem ich die Nachricht per Mail wenige Stunden später erfuhr. Auf
www.douglasadams.com füllte sich in Minutenschnelle das Forum mit Beileidsbekundungen und ist heute ein Protokoll der Anteilnahme und des Schocks, den wir gespürt hatten – ob man Douglas persönlich kannte, oder „nur“ aus seinen Büchern, die, wie jede gute Literatur, uns zu Vertrauten machten.

Für den vorherigen Teil der Artikelserie über DNA stellte ich Kai einige Fragen, das heißt, ich hatte einige vorbereitet, denn letztlich wurde es nur eine einzige Frage, und eine lange, persönliche Antwort, die ich unverändert übernehmen will.

Kai, wie hast Du Douglas Adams kennen gelernt?

Kai: 1992 hatte er KPT 1 gleich gefunden und mich dafür aus London angerufen. Wie nett …
Allerdings wusste die Sekretärin bei Meta nicht, wer das sein soll, und hatte ihn als „etwas komisch“ zur Seite gelegt. Da hab ich aber nun doch geschimpft. Es war auch nicht das letzte Mal, dass man mich mit so schönen Dingen „nicht belästigen“ wollte. Er schickte dann seine Schwester nach New York, wo ich auftrat, und kurz danach waren wir bei ihm in seinem Haus in Duncan Terrace in Islington, ganz niedlich so 5 Stockwerke vertikal, er ganz oben unter dem Dach mit den Macs. Er war dann später Alpha und Beta Tester für Bryce und KPTs, Amazon und Live Picture. Ich kam eine Weile alle paar Monate in die UK, und immer mit kleinen neuen toys.
Er hatte im Wohnzimmer auch gut 50 Gitarren, alles linkshändig bis auf eine, die war für Dave Gilmour von Pink Floyd. Jedes Jahr um Weihnachten gab es ein Festsingen und ein kleines Konzert, das letzte war die Original Procol Harum mit Dave und Douglas on guitar, die dann Whiter Shade of Pale sangen. Das Publikum war eine wunderbare bunte Mischung der englischen Comedy Szene.
Schön war aber auch sein kleines Landhaus in Aix en Provence, mit Weinreben gleich vor der Tür. Er konnte immer gut eine Flasche Rotwein wegstecken, und dazu auch einen Champagner. Sein Lieblingswein wurde auch meiner: Hermitage Grange Penfolds, inzwischen sinnlos überteuert. Wir haben oft im ’Groucho Club’ gesessen oder im ’Ivy’ und die kleinere Variante „Bin 707“ davor gerettet, von Leuten getrunken zu werden, die dafür nicht wirklich einen Sinn haben. Da mochte er auch viel mehr als Tee.   
Ich habe Fluten von Erinnerungen über die 10 Jahre hinweg, und oft bekomme ich noch so kleine Schuddersekunden… Szenen aus Tokyo oder Paris, seine Besuche hier in der kleinen Burg, aber auch Obskures: wir waren eine Woche in Alaska mit einer bunt gemischten Gruppe, und da saß z. B. James Cameron (der Titanic Regisseur) vorne am Bug mit ihm, und sie riefen laut „Eisberg, Eisberg!“
Wir haben uns auch gerne in den Buchläden in London stundenlang rumgetrieben und sind mit Stapeln kleiner Schätze dann nach Hause gedackelt.
Es sprengt wohl den Rahmen hier ein wenig, tief in die ganzen Themen einzudringen. Schade, ist wohl immer so…

Oft waren wir auch auf der Bühne zusammen, ich lud ihn viele Male in die Keynotes ein, die z. B. bei den MacWorlds in San Franzisco oder London stattfanden, dann eine Reihe von Multimedia Roundtables mit der wir nach Cannes und NYC und L. A. gingen, sehr, sehr lustige Sachen oft.
Wir veranstalteten quasi Pseudo Streitgespräche über Themen, leider ist nur sehr wenig in Video erhalten.
Fans schicken mit manchmal überraschenderweise kleine Schnipsel.  
Der Idea Prozessor (siehe Macnewspaper 8/2004), den ich öffentlich sehr selten gezeigt habe, war eigentlich nur für Douglas gedacht, als neuer Ansatz zu schreiben und dabei viele Ideen nebenbei aufschreiben zu können.
Wir hatten viele Ideen, die ich schlecht bei Meta unterbringen konnte (eh schon zu viele apps da, Poser, Painter, infiniD, Raydream, Bryce, KPT und viele kleine mehr … ) – und auch manches noch vorzeitig: Das Web hatte gerade erst begonnen, und sein Versuch, h2g2 zu machen, war eigentlich Wikipedia, nur 6 oder 7 Jahre zu früh. 

Ca. 1996 kam dann das Thema für ihn auf, den Hitchhiker Movie doch in ganz groß in Hollywood zu machen, eine lange Reihe von Meetings mit Disney und anderen Studios bewegten ihn dann zum Entschluss, nach L. A. zu ziehen (wo er schon einmal gewohnt hatte). Als es Ernst wurde schubste ich ihn aber noch´n bisschen um, statt in den Hexenkessel L. A. doch lieber in das wunderschöne kleinen Städtchen Santa Barbara zu ziehen. Da er auch mit Frau und Kind kam, machte es schon Sinn – so war er nur ein paar Strassen weiter neben uns.  
Der Film selbst wurde allerdings zu einer sehr traurigen Farce: das Drehbuch wurde hin und her und quer geschubst, man zahlte ihm zwar auch einige Millionen, aber dann lag es wieder auf Eis, oder noch schlimmer: ihm wurden vom Studio „Hilfsschreiber“ untergejubelt, die ihn unterstützen sollten das ganze „filmgerecht passend“ zu machen.  

Jay Roach, der Austin Powers gerade sehr erfolgreich hinter sich hatte, wollte Regisseur sein, und da gabs dann viele Dinner und Brainstormings, aber letztlich hat auch er sich aus dem Projekt zurückgezogen (Jay Roach ist Produzent der jetzt begonnenen Verfilmung, siehe Macnewspaper 8).
Zwischendurch, nachdem Douglas hautnah meinen Werdegang mit Meta durchgemacht hatte und auch bei Projekten wie der CD ROM mit Stephen Hawking über Alien Life mitmachen wollte, gründete er auch eine Firma in London, Digital Village. Alan Kay und andere waren mit mir im Aufsichtsrat (die Webseiten gibts immer noch, sehr seltsam – mit einigen guten Texten von DNA damals … ) und der Präsident dort war Robbie, der jetzt Produzent des Films ist.
Ein sehr lieber Mann, muss ich sagen, und auch das er Douglas viele Jahre gut kannte und sich sehr Mühe geben wird mit dem Film. Ob das allerdings reicht wird man noch sehen müssen, ich bin in einigen Wochen dort und sehe mir das Set mal an. Ich selbst hätte auch schwere Zweifel, ob ich meine eigene Arbeit oder Schriften durch andere, auch gute und liebe Freunde, einfach so extrapoliert sehen wollen würde …

Er hat jedenfalls niemals damit gerechnet bald zu sterben, mit 49 hatte er auch eigentlich keinen Anlass dafür. Paradox ist dann eben, dass er buchstäblich beim Gesundheitstraining nach Gewichtstemmen liegen blieb, zuhause. Wenige Stunden danach war meine Freundin vor Ort und kümmerte sich um die Familie und das Begräbnis. Ich saß hier in den alten Mauern und tippte die Nachricht an ungläubige Freunde aus seinem Addressbook … Wenige Tage danach gab es ein kleines Memorial in Santa Barbara, und ich erinnere mich noch an die absolut surreale Szene in seinem Arbeitszimmer zu sitzen: die Maschine noch an, sein geliebtes Cinema Display randvoll mit kleinen Tools und Icons (er war da ein irre Chaotiker – wunderbar) und alles war, als wäre er lediglich mal eben aufs Klo gegangen…

Das große Begräbnis fand dann in London statt, in der grossen Kirche trotz seines ringenden Bittens agnostisch NICHT dort zu sein – und plötzlich kamen hunderte von Leuten zum Vorschein, die alle immer schon gut Freund gewesen sein wollten. Trotz allem war es ein schönes Ereignis. Dave (Gilmour) spielte akustisch „Wish you were here“, das hätte ihm sicher gefallen.

Schade ist, das er nie mehr die Chance bekam, sich über die alten Hitchhiker Kult Dinge neu zu erfinden, denn er hatte inzwischen fast eine Hassliebe zu den 5 Büchern, die ihn letztlich in keiner Weise wirklich repräsentieren.

Dabei sind auch die kleineren unbekannteren wie „Last Chance to See“ so wunderbar. Ich hab es auch als Hörbuch hier, und ab und zu in Shuffle Mode, kommt dann plötzlich ein Kapitel mit seiner Stimme gelesen und ich zucke zusammen – es ist, als ob er dann neben mir sitzt und mich angrinst.
Er war sicherlich einer der ganz besonderen und sehr eigenen genau definierten Persönlichkeiten, so wie es sie nur sehr selten gibt. Ein Individuum in jeglicher Hinsicht. Und seine Fingerabdrücke auf diesem Planeten werden überall noch lange zu finden sein. Schade, das es durch die Sprache dann hier in Deutschland selten mehr als Kult Status geben konnte, oft kamen mir die übersetzten Texte zu „lustig“ und slapsticky vor. Ich kann nur den guten Tipp geben, sich die Originale noch mal zu suchen: die kleinen Taschenbücher 1 -5 haben skurrile Bilder von 42 fliegenden Bällen drauf. Die hat Douglas damals mit mir in Bryce gebastelt, mit viel, viel Freude und Lachen hatte er es dann endlich hingekriegt, das diese Bälle auf zweiundvierzig Arten und Weisen die Zahl 42 darstellen, in Farbe octal, binär, diagonal und sonstwie codiert.  
Wie genau, das dürfte nicht das einzige Geheimnis sein, das Douglas Noel Adams mit einem Schmunzeln im Himmel bewahrt, an den er so gar nicht glauben wollte. 
Man könnte schon fast anfangen beten zu wollen, dass er sich da wenigstens einmal irrte… Wenn es einen Himmel gibt, dann ist er jedenfalls dort – verdient hätte er es : )
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