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Schreibmaschine für Schriftsteller II: Das Netbook Pro

Es war einmal – das Netbook. Das feiert nun sein 10-jähriges Jubiläum, im Jahr 2000 veröffentlichte der Hersteller Psion ein geniales Stück Hardware, das auch heute noch überzeugen kann. Einen ausführlichen Artikel zum alten Netbook hatte ich „unlängst“ auf diesen Seiten veröffentlicht.

Aber dann geschah das Unfassbare: Mein tatsächlich zehn Jahre altes und intensiv genutztes Gerät verabschiedete sich mit dem berüchtigten Display-Flackern. Ein Ersatz musste her.

netpro




Der war schnell gefunden, der Händler
Pulster bietet nach wie vor neue und gebrauchte Psion-Netbooks an. Zur Zeit erhält man dort den Nachfolger des Netbooks. Das Netbook Pro erschien 2004 und bietet deutlich "modernere" Hardware.

Wenn man das Gerät der schlichten Verpackung entnimmt, dann fällt zuerst das überarbeitete Design auf. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, das alte Netbook überzeugt durch Leder-Besatz und eine dezentere Optik. Das Pro-Modell wirkt durch das helle Silbergrau und den zweigeteilten Bezug auffälliger und etwas billiger: Das Leder musste weichen, dafür gibt es nun griffigeres Gummi und darunter eine Abteilung Kunstleder. Form-Faktor und Gewicht unterscheiden sich hingegen so gut wie nicht.

Das Pro-Modell bietet eine USB-Schnittstelle, für deren Nutzung man noch in einen Adapter investieren muss (9 Euro). Damit lassen sich USB-Sticks und Festplatten anschließen. Einen Adapter braucht man in der Regel auch für die neue Kopfhörerbuchse, die ist im eher unüblichen 2,5 Millimeter-Klinkenformat ausgelegt.
Ganz ohne Adapter nutzbar ist hingegen der SD-Karten-Slot, der allerdings mit SDHC-Karten nicht zu recht kommt. Geblieben ist der Compact-Flash-Einschub, den der Hersteller allerdings ohne fummelige Klappe realisiert hat.

Die Klappe an der Unterseite des Netbooks ist nun weggefallen - statt einer (teuren) Knopfzelle verstaut man zwei AAA-Batterien in einem kleinen Fach über der Tastatur. Diese ist das Highlight des Gerätes und schlägt nach wie vor fast alles, was einem an Tasten in kleineren Notbooks und Netbooks unter die Finger kommen mag.

Der Stift für den Touchscreen entspricht dem alten, ist aber kürzer. Statt der (besseren) Schiebeverriegelung über der Tastatur dient nun ein kleiner Knopf zum Auswurf. Den passenden Stift sollte man übrigens gleich mitbestellen, denn der ist beim Pro unverzichtbar - Pulster legt beim Sonderangebot den Stift des alten Netbooks bei, der aus dem Fach ein gutes Stück hervorsteht.

Die wichtigste Hardware-Neuerung dürfte der Bildschirm sein. Statt des alten verwaschenen DSTN-Displays mit 256 Farben und 640 mal 480 Pixel stellt der neue 800 mal 600 Pixel auf einem helleren TFT dar - die Schnellsymbol-Tasten des alten Netbooks fehlen, was die Bildschirm-Nutzfläche zusätzlich vergrößert. Ein leistungsfähigerer Akku kompensiert den höheren Energiebedarf, allerdings muss das Netbook nun länger an die Steckdose, bis der Akku aufgeladen ist. Bis zu acht Stunden hält das Gerät durch, was noch immer ein guter Wert ist.

Der Hauptunterschied zwischen den Modellen ist das „neue“ Betriebssystem. Das alte Netbook erfreute den Anwender mit einem sicheren, schnellen und auf mobile Anwendungen zugeschnittenem System: Epoc. Das Pro bringt Windows CE mit, das vor allem dadurch auffällt, dass man die Redmond-Programmierer mehr als einmal in die eigene DLL-Hölle wünscht. Irgendwie hat Microsoft seinerzeit ein OS für den mobilen Einsatz hingefummelt, das es fertigbrachte, alle Mankos von Windows zu übernehmen und um neue Mankos zu ergänzen. Das beginnt schon mit der Frage, welche Programme denn auf der eigenen Hardware laufen - CE ist nicht gleich CE.

Das wäre nicht so schlimm, wenn das OS so gut ausgestattet wäre wie das alte Epoc-Betriebssystem. Ist es aber nicht. Zumindest Texte lassen sich schreiben, das einfache MS-Schreibprogramm reicht für meine Zwecke voll und ganz aus. Was aber einen Mac OS verwöhnten Anwender entsetzt, ist die Schriftendarstellung. Das Rendering ist – milde ausgedrückt – erbärmlich. Die Suche nach einer „guten Schrift“ nahm dann auch einige Zeit in Anspruch. Installiert sind sie schnell: TTF-Schrift in den Windows-Ordner „Schriften“ kopieren, fertig. Ab jetzt darf man fluchen, zumindest habe ich das getan, bis ich letztlich die „Georgia“ installiert hatte. Die ist unter CE tatsächlich annehmbar.

Welche GUI-Künstler bei Microsoft sitzen, wird an allen Ecken, Enden und Systemeinstellungen deutlich. Wenn man das Netbook ans Stromnetz anschließt, erscheint in der Taskleiste ein Batteriesymbol, über das man den Akkustand abrufen kann. Entfernt man das Netzteil, verschwindet das Symbol und man muss recht umständlich über die Systemeinstellungen gehen. Das ist MS-Idiotie in Reinkultur – wir sprechen hier von einem OS, das der Weltkonzern speziell für mobile Geräte entwickelt hat.

Um unterwegs nun doch auf einen Blick zu erfahren, wie viel „Saft“ das Gerät noch hat, kommt man an zusätzlicher Software nicht vorbei. Mit ResInfo funktioniert das so, wie es eigentlich von Haus aus sein sollte: In der Taskleiste nistet sich das Batteriesymbol mit einer Prozentanzeige des Akku-Füllstandes ein. Die ist dann auch wesentlich genauer als beim alten Netbook.

Die Inkonsistenten ziehen sich durch die gesamte GUI von CE. Teilweise lässt sich mit Tasten navigieren, oft genug auch nicht. Manchmal kann man Programme über die Tastenkombination CTRL+W beenden, meistens aber nicht. Im Gegensatz zu EPOC zwingt CE den Anwender dazu, den Stift zu benutzen – beim alten Netbook durfte man den auch mal vergessen.

Über die Absturzfreudigkeit von CE kann ich noch nichts berichten (man hört da wenig Gutes, was ich aber zur Zeit nicht bestätigen kann). Epoc war jedenfalls „bombensicher“, in zehn Jahren ist tatsächlich nur ein Mal abgestürzt.

CE hat aber gegenüber Epoc aber nicht nur Nachteile. Man kann ohne Konvertierungs-Aufwand direkt im RTF-Format sichern – allerdings ist RTF dem MS-Text-Viewer zugeordnet, eine der ärgerlichen Microsoft-Entscheidungen. Mit SoftMaker gibt es ein Office-Paket, das der Hersteller sogar noch weiterentwickelt (hat). Die Textverarbeitung bietet zum Beispiel eine Rechtschreibkorrektur und Änderungsverfolgung. Mein Workflow ist allerdings anders, da ich das Netbook (Pro) nur für die Rohfassung verwende und die Texte auf dem Mac montiere und überarbeite.

Mit dem kleinen Windows-Media-Player und einem passenden Kopfhörer kann man das Netbook nun auch als MP3-Player missbrauchen – den eingebauten Lautsprecher habe ich zur Kenntnis genommen. Fotos zeigt das Gerät dank des neuen Displays wesentlich besser an - brillant ist aber etwas anderes, zudem dauert es einfach zu lange, bis das Gerät etwas darstellt. Etwas besser sieht es bei PDFs aus, wobei der Viewer lediglich rudimentäre Funktionen bietet und auch nicht jedes PDF darstellen kann. Um den Acrobat Reader für CE sollte man allerdings einen großen Bogen schlagen, nach diversen Anwenderberichten ersetzt dieser eine DLL durch eine eigene. Andere Applikationen funktionieren dann nicht mehr (richtig).


Man darf ein wenig fantasieren. Das optimale Gerät wäre für mich die Hardware des Pro in der alten Optik und - ganz wesentlich - EPOC. Multimedia und Internet brauche ich auf dem Gerät nicht. Dafür schafft man sich besser das iPad an.

Nach rund sechs Wochen Nutzung kann ich das neue Gerät insgesamt empfehlen. Man merkt den "Dinosauriern" an, dass es keine Billigheimer waren, wie sie aktuelle Netbooks oft genug sind. Erstaunlich ist auch der hohe "Poser-Faktor" - auf das Netbook (Pro) werde ich sehr oft angesprochen. Die Hardware wirkt eigenwillig, durch die Stiftbedienung zudem überraschend modern - obwohl es das zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung schon nicht mehr war. Die Vorteile im täglichen Einsatz bleiben aber: Geräuschlosigkeit, acht Stunden Akkulaufzeit (mit Pro-Akku), Instant On-and-Off, schnelles Starten von Programmen, hervorragende Tastatur und robuste Hardware.

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Samstagvideo: Katze und Hund

Wenn einem die Worte fehlen, dann gibt es das hier:

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Maru - Katzenvideo aus Japan

Ohne Worte, gefunden in der Glaserei.



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Twitter rückwärts

Twitter ist toll, für das Lesen von Romanen aber nicht unbedingt konzipiert – man kann stündlich Satz für Satz verfolgen, aber letztlich ist die Ordnung „umgekehrt“. Um den Anfang des Flügelschlag-Romans zu lesen, muss man ans Ende vorrücken und sich von unten nach oben arbeiten.

fluegelrueck

Die Idee von „Twitter rückwärts“ war geboren, umgesetzt hat sie Christian Rüggeberg von
Sinus-Medien und die Seite findet man nun hier.

Kleine Bedienungsanleitung: Nach einiger kurzen Pause scrollt der Text automatisch weiter. Wem das nicht schnell genug geht, kann eine Seite manuell „weiterblättern“: Die Maus über das Textfeld bewegen, nun sollten zwei Pfeile oben und unten erscheinen, mit denen sich vor- und zurückscrollen lässt.

Wer den Flügelschlag über die Seite dauerhaft verfolgen möchte, kann das Sprungfeld „Gehe zu“ unter dem Textblock bemühen. Einfach die Tweet-Nummer eintippen, dann springt man an die richtige Stelle und kann das Lesen fortsetzen.Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn man zum Beispiel am Wochenende Textabschnitte gesammelt lesen möchte.

Mein Dank geht an Christian für die schöne Idee und Umsetzung! Rückmeldungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen.
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Flügelschlag im TV und im Netz

Literatur und SAT1 – passt das zusammen? Davon kann man sich nun ein Bild machen, zum Start des Twitterromans hat sich ein Kamerateam von 1730 angekündigt und mit der Verlegerin und Schriftstellerfreundin Corinna Luedtke und mir einen Beitrag produziert. Nur wenige Stunden später flimmerte dieser in Niedersachsen und Bremen über die Bildschirme.

tvfluegel

Im Internet lässt sich der Beitrag über diesen
Link betrachten.

Auch die Leine-Nachrichten haben nun nach der
NP über das Projekt berichtet.

Besonders freut mich aber, dass einige Followers nun auch einzelne Sätze weiterzwitschern, das Thema der Woche im Flügelschlag sind sicherlich „Ärmelschoner“.

Hinweisen möchte ich auf einige anregende Diskussionen:

Bei
Literaturschock (Anmeldung erforderlich) und dem Papiergeflüster geht es zur Zeit vor allem darum, in welchen Rhythmus man sich das Lesen einteilt.

Diskussionen findet man auch im
Forum der 42er Autoren e. V., beim Mausmaler Ronald Puhle und nicht zuletzt auf Gutenbergblog.de.



Last but not least: Auf einer
neuen Seite in diesem Blog kann man die neueste Kreation für Twitter bewundern: Das Widget von FontShop und Moccu erfordert Flash, glänzt aber durch die Präsentation. Schöner kann man Twitter-Sätze zur Zeit nicht genießen.



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Reloaded: Artikel Neue Presse

Seltsame Schleifen zieht das Leben – im zarten Alter von 20 war ich das erste Mal mit Bild in der Zeitung – in der Neuen Presse aus Hannover. Nun bin ich doppelt so alt und die Zeitung hat am Donnerstag (sic!) einen riesigen Artikel über den Twitter-Roman sowie Motu One veröffentlicht.

artikel-np

Der
Online-Artikel ließ noch nichts Schlimmes befürchten, die „riesige Abbildung“ in der Printausgabe war dann aber schon ein Schock. Wahre Größe. Wie auch immer, am Montag sollte es noch mehr Medienrummel geben, das Wichtigste aber: Punkt 9 Uhr findet man den ersten Tweet, der erste Tag wird spannend.

Als „Einlesung“ empfehle ich die kleine und feine
Diskussion im 42er Autorenforum, in der vor allem die Form im Mittelpunkt steht.



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Geschenke zum Welltag des Buches

Heute feiert die UNESCO den Welttag des Buches und viele feiern mit. Mein Verlag Motu One ebenfalls, deshalb gibt es ab heute bis zum 3. Mai 2010 die E-Books Mein Leben mit Mitsu sowie Die Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo von Corinna Luedtke kostenlos.

Damit lässt sich auch prima die Wartezeit überbrücken, bis der Flügelschlag bei
Twitter abhebt ...
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Im Schatten des Flügelschlags: Der Roman auf Twitter

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Ab dem 3. Mai 2010 veröffentliche ich zusammen mit Motu One den kompletten Roman Im Schatten des Flügelschlags auf Twitter. Das schnellste Medium verwandelt sich dabei in das langsamste – rund 3500 Tweets zerlegen das Buch über ein Jahr lang in seine Elementarteilchen. Täglich findet man dann 10 Tweets jeweils zur vollen Stunde, um 9 Uhr morgens geht es jeweils los.

fluegel

Die Twitter-Fassung bildet das „unbehandelte“ Manuskript ab, eine lektorierte Fassung folgt voraussichtlich im Herbst als Buch und iPhone/iPad-E-Book über den jungen Verlag Motu One.

Ich freue mich sehr darüber, dass der „Flügelschlag“ nach etlichen Irrungen und noch mehr Wirrungen nun in die Öffentlichkeit gelangt, fast genau fünf Jahre nach Buchpremiere von „Mein Leben mit Mitsu“. Ursprünglich wollte der Brandneu-Verlag „Im Schatten des Flügelschlags“ bereits 2006 auf den Markt bringen – Mitsu sollte das einzige gedruckte Buch des engagierten Verlegers bleiben.

Es ist ein eigenartiges Gefühl, das Buch in einzelne Sätze und Satzfragmente aufzuteilen. Jeder Satz über Twitter ist nun betont, steht für sich - aus dem Roman wird eine andere Form, eine Zwischenform.

„Er war ein Mensch, der selten einen Gedanken loslassen konnte, um einen neuen zu fassen.“ (5. Mai 2010 um 15 Uhr)

[Update] Marc-Michael Schoberer vom Gutenberg.blog hat einen schönen Artikel über das Projekt veröffentlicht.
[Update 2] Eine kleine Diskussion hat sich beim Kollegen Ronald Puhle auf Mausmaler entwickelt: Ist der Twitter-Roman ähnlich „blödsinnig“ wie die – gedehnte – Umsetzung eines John Cage-Stückes? Irgendwie mag mich dieser hinkende Vergleich begeistern.
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Wo ist Mitsu

Letzte Chance und eine Träne zum Abschied: In wenigen Tagen verschwindet die Seite Wo ist Mitsu aus dem Internet, die mein damaliger Verleger Christian Arzberger mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat. Immerhin war sie über ein Jahr nach Verlagsende noch erreichbar.

Die Leseprobe habe ich nun übernommen, sie lässt sich
hier als PDF (270 Kilobyte) herunterladen.

woistmitsu
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Schreiben gegen das Vergessen

Auf ein Projekt der Schriftstellerfreundin Corinna Luedtke (Die Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo) möchte ich – spät genug – hinweisen: Schreiben gegen das Vergessen. Das Projekt mit Schülern aus Hannover/Gleidingen/Laatzen mischt Schreibwerkstatt und Vergangenheitsforschung. Etliche Zeitzeugengespräche standen genauso auf dem Programm wie eine Fahrt nach Berlin, wo ich Gelegenheit hatte, die Teilnehmer kennen zu lernen.

gegenvergessen

Ich begleite das Projekt auch als „Lektor“, am Ende steht eine Veröffentlichung als Buch. Es gibt etliche Stimmen, die eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ablehnen, es „reiche“ allmählich. Dazu kurz: es reicht „nie“, es ist wahrscheinlich die letzte Gelegenheit, um Zeitzeugen zu treffen und ihre Geschichte zu hören und es offenbaren sich erstaunliche Forschungslücken, die erst langsam in den letzten Jahren halbwegs geschlossen werden. Da bleibt noch viel Arbeit.

Letztlich geht es auch um Zivilcourage, um Ausgrenzung und – auch das – Machterhalt. Ansonsten verweise ich einfach auf die liebevoll gestaltete Webseite von
Schreiben gegen das Vergessen.
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Neuanfang [Update]

Aufmerksamen macnews.de-Lesern ist es vielleicht nicht entgangen, dass ich meine Arbeit dort beendet habe. Die Entscheidung kam plötzlich, genau so wie der Neubeginn für das Blog der Online-Druckerei flyerpilot.de. Dort wird man also weiter Artikel von mir finden, hauptsächlich wie gewohnt rund um Apple. Gleichzeitig „schimpfe“ ich mich nun Blogger und nicht mehr Redakteur. An der Arbeitsweise ändert sich indes wenig, im Gegensatz zum „Newsgeschäft“ kann ich mich manchen Themen etwas freier und ausführlicher nähern.
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Zum Beispiel dem iPad. Letzten Samstag ist das Gerät in Amerika erschienen, in einer Reihe widme ich mich (fast) allen Aspekten der „Revolution aus Cupertino“. Tatsächlich schickt sich das Multitouch-Gerät an, den Umgang mit dem Computer ähnlich zu verändern wie seinerzeit Maus und Desktop-Metapher. Auch wenn das iPad letztlich nur wie ein überdimensionierter iPod touch erscheint – die größere Displayfläche ermöglicht im Gegensatz zu den Kleinstmobilen völlig neue Anwendungsgebiete und Anwendungen.

Teil I findet man
hier, Teil II dort. Hier sind Teil III und IV.
Einen lesenswerten Artikel und Praxistest zum iPad hat Thomas Landgraeber auf seiner neuen Apple-News-Seite
Geek Out veröffentlicht.

[Update] Erneuter Wechsel: die Blogschreiberei für flyerpilot.de hat sich quasi über Nacht erledigt. So schnell kann es gehen ... Wie gut, dass nicht nur der Kopf rund ist, sondern auch die Weltenkugel. Man könnte sonst schnell(er) über den Rand fallen.
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Mitsu auf dem iPhone

Nun ist es soweit– der Verlag Motu One hat seine Pforten geöffnet und die ersten beiden Titel sind im App Store für iPhone und iPod touch erhältlich: Die Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo von Corinna Luedtke und Mein Leben mit Mitsu. Im Gegensatz zu den meisten anderen Buch-Apps basieren diese nicht auf Endlos-Scrolltexten, sondern sind „handgefertigt“. Das heißt, der Verlag setzt die Bücher speziell für das iPhone neu, sie verfügen über ein Lesezeichen und feste Seitenzahlen. Für 1,59 Euro pro Titel sind sie außerdem selbst für E-Books günstig.

Die Links oben führen direkt zu iTunes in den App Store. Noch in der Warteschleife befindet sich meine Erzählung „Sommer mit Schafen“, die zunächst kostenlos erscheint. Ich bin jedenfalls gespannt und wünsche den Büchern einen „zweiten Frühling“ – in die Top 100 der Bücher haben sie es heute schon geschafft.

Da ich in der Programmplanung für Motu One mit drin stecke, kann ich jetzt schon verraten: Das ist nur der Anfang und ich freue mich auch sehr auf die kommenden Titel weiterer Autoren!
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Mitsu wieder bei Amazon

Erst war sie weg, nun ist sie wieder da. „Mein Leben mit Mitsu“ lässt sich über den Amazon-Marketplace wieder erwerben. Die bisherigen Rezensionen sind komplett, dafür fehlen einige andere Angaben. So führt zum Beispiel eine Suche nach dem Autor derzeit noch ins Leere, Buchbeschreibung, Seitenzahl und der Verkaufsrang fehlen ebenfalls.
Aber das sind Nebensächlichkeiten gegen die Freude darüber, dass „Mitsu“ wieder aufgetaucht ist!

Das Ende (m)eines Verlags - ein Nachruf auf Brandneu

Zusammen mit dem Jahr 2008 endete auch etwas anderes: Der Brandneu Verlag, dessen einzige Buchpublikation „Mein Leben mit Mitsu“ blieb, ist abgewickelt, die Webseite abgeschaltet und das Buch nicht mehr über Amazon und die GVA-Verlage erhältlich.

Rückblick: 2005 bereitete ich ein Interview für eine Mac-Zeitschrift mit der Illustratorin Iris Luckhaus vor, die gleichzeitig und unabhängig von mir mit dem jungen Verleger Christian Arzberger in Wuppertal sprach - dieser konnte sie für seinen frischen Verlag Brandneu gewinnen. Ursprünglich sollten zwei andere Bücher dort erscheinen, bei dem einen entschied sich die Autorin, doch bei ihrem Hausverlag zu bleiben, die andere hatte ihr Buch noch nicht fertig und empfahl mich. Wie Iris Luckhaus auch. Ab dann ging alles sehr schnell, wir arbeiteten intensiv an der Realisierung von "Mein Leben mit Mitsu" - das Interview mit Iris ist nie erschienen, dafür das kleine Büchlein, das Ende Mai 2005 mit einer denkwürdigen Buchparty der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Ich danke hier jedem noch Mal ausdrücklich, der dabei war!

Vor allem die Zusammenarbeit mit der GVA-Verlage erwies sich als Glücksgriff, Mitsu erreichte über deren Verlagsvertreter die Buchhandlungen, die Verkäufe liegen insgesamt im vierstelligen Bereich. Ein Filmagent nahm das Buch ins Programm auf und machte es zum Haupttitel auf der Berlinale, ein Vorvertrag mit einer Lizenzausgabe im Ausland ist geschlossen. Nicht ganz so glücklich verlief die Verlagsgeschichte. 2006 erhielt Brandneu Verstärkung durch einen Finanzier, nach einigen Differenzen bei der zukünftigen Ausrichtung ging diese Zusammenarbeit zu Ende. In den letzten zwei Jahren gab es dann immer wieder Hoffnung auf eine Weiterführung des Programms, das aber nicht mehr zustande kommen sollte. Opfer ist unter anderem mein Roman „Im Schatten des Flügelschlags“.

Die gesamte Auflage von Mitsu, insgesamt 3000 Stück, ist noch nicht ganz verkauft. Wie es weitergeht? Ich weiß es nicht. Im Moment scheint man das Buch neu ausschließlich über Ebay beziehen zu können. [
Update: Über den Amazon Marketplace ist Mitsu ebenfalls wieder erhältlich.] Der Flügelschlag-Roman ist fertig, den nächste, an dem ich kontinuierlich weiterarbeite, konnte ich nun ungefähr zur Hälfte fertigstellen, das Rohmaterial reichte sogar für mehrere Bücher.

Ich möchte zum Schluss Christian Arzberger und Iris Luckhaus danken, für Enthusiasmus und die vielen wunderbaren Arbeits-Stunden, die „Mein Leben mit Mitsu“ ermöglicht haben. Für mich ist die Entstehungsgeschichte und das Büchlein ein „kleines Wunder“. Vielleicht sieht man Mitsu an anderer Stelle in einer anderen Form wieder. Wer weiß das schon. Vielleicht winkt sie einem dann zu, mit ihrer roten Kühltasche in der Hand. Aus dieser lugt - da bin ich mir sicher - der Leguan hervor. Ich werde ihm zuhören, denn er hat bestimmt viel zu erzählen. Von Vögeln, die die Welt verschieben, von Zügen, die an fremden Orten halten, von der Liebe und der Sehnsucht nach einer guten Nudelsuppe.



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